Bei einer WM setzen sich nicht immer die stärksten Teams durch, mangelnde Effizienz in einem Spiel oder eine schlechte Schiedsrichterentscheidung können da ganz schnell zur Niederlage führen.
Richtig los geht es ja prinzipiell erst in der KO-Phase, da sollte man in jedem Spiel voll da sein, um eben den genannten "Glücksfaktor" möglichst gering zu halten.
England und Spanien haben fußballerisch z.B. ganz gut gespielt, aber das Tor nicht getroffen, Argentinien nicht berauschend, aber sechs Punkte am Konto.
Im Endeffekt ist bei so einem Turnier dann doch wieder die defensive Kompaktheit ausschlaggebend, "mauern und kontern" funktioniert, auch wenn es nicht schön ist.
Favoriten gibt es heutzutage keine mehr, da sind die Teams und Spieler mittlerweile auf einem zu hohen Niveau (siehe Costa Rica). Wenn die Athletik und Einsatzbereitschaft nicht hundertprozentig passt (siehe Portugal), ist man ohnehin chancenlos.
Positiv überrascht haben mich bislang die Mexikaner, die marschieren und kämpfen, sind sehr unangenehm zu spielen: Holen das Maximum heraus, ungeachtet der sehr holprigen Qualifikation.
Deutschland war als Team in den letzten Jahren schon weiter, sie haben die defensive Geschlossenheit zugunsten der offensiven Variabilität etwas aufgegeben, und das ist bei so einem Turnier, wie oben beschreiben, schon sehr riskant.
Aber man wird eh sehen, wohin die verschiedenen Wege führen, wer am Ende jubeln darf.